Am Montagabend fand in New York die größte Modeparty des Jahres statt: Die Met Costume Institute Gala mit keiner geringeren Gastgeberin als Anna Wintour. Kein anderes Event, außer dem Oscar, lockt so viele Stars auf den Red Carpet. Bei der Met Costume Institute Gala sind die Gäste jedoch noch spannender, da neben Hollywood-Stars auch zahlreiche Topmodels und alle Designer, die Rang und Namen haben, ins Metropolitan Museum kommen. Die Gala dient zur Eröffnung der alljährlichen Ausstellung im Museum, dieses Jahr unter dem Motto “American Women: Fashioning a National Identity”. Die Ausstellung spielt beinahe eine Nebenrolle, wenn man die aufwendigen Roben der zahlreichen weiblichen Celebrities auf dem roten Teppich bewundert! Es ist wirklich schwierig, zwischen all den modischen Kunstwerken ein „schönstes Outfit“ auszuwählen. Eines der schönsten war für mich allerdings Jennifer Lopez’ trägerlose Robe von Zuhair Murad, die kunstvoll mit goldenen Blättern bestickt ist.
Am Donnerstagabend präsentierte das amerikanische Traditionslabel Tommy Hilfiger zum 25-jährigen Firmenjubiläum seine Kollektion für den kommenden Winter und beendete damit auch würdig die New York Fashion Week. Wie immer bleibt Tommy Hilfiger seinem klassischen „All American“-Stil treu, überzeugt aber mit neuen Interpretationen. Mix ist das Credo des amerikanischen Designers: Grobe Schalkragen-Cardigans werden mit glamourösen Paillettentops kombiniert, Oversize-Mäntel mit opulenten Röcken, schlichte Shirts mit Tüllröcken. Hier ein paar Impressionen vom Catwalk. Mein persönliches Lieblingsstück der Kollektion: Der ärmellose Trenchcoat!
Eine ganz, ganz tolle und sehr individuelle Kollektion mit unglaublich aufwendigen Details präsentierten die beiden Designerschwestern Kate und Laura Mulleavy am Dienstag in New York für Rodarte. Für mich bis jetzt ganz klar das Highlight der New York Fashion Week. Anschauen und genießen!
Normalerweise weiß ich nur Positives über den schwedischen Modegiganten zu berichten, aber seit einigen Tagen kursiert etwas im Netz, was die New York-Filiale von H&M in einem sehr schlechten Licht erscheinen lässt. Die Filiale der beliebten Modekette hat kürzlich nicht verkaufte Ware mit Messern und Rasierklingen zerstört und daraufhin entsorgt. Angeblich hat die Ware den Qualitätsnormen nicht entsprochen und musste deshalb aus dem Verkauf genommen werden. In der Nähe des Geschäfts wurden mehrere Säcke mit der warmen Winterkleidung gefunden. Bei Mänteln wurde die Fütterung rausgerissen und bei Handschuhen die Finger abgeschnitten, kurz: Alles war untragbar!
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Bei der klirrenden Kälte haben viele Obdachlose in New York keine passende Winterkleidung und kämpfen somit gegen das Erfrieren. Besonders brisant: Ganz in der Nähe der New Yorker H&M-Filiale befindet sich eine Institution, die Kleidung für Bedürftige sammelt. Warum hat man also nicht einfach die warmen Winterjacken zum Obdachlosenheim gebracht, anstatt sie zu zerstören? Darüber diskutiert gerade das ganze Internet, zu Recht wie ich finde. Viele Blogger drohen sogar, H&M in Zukunft zu boykottieren. Was sagt ihr dazu? Werdet ihr auch weiterhin bei H&M einkaufen oder findet ihr das Verhalten in New York so unmöglich, dass ihr die Schweden beim Shopping ab sofort meiden werdet?